NEW ROADS OF SOLIDARITY

ein internationaler Antirepressionskongress in Hamburg, vom 8.-10 Oktober an der Universität Hamburg. U.a. mit dem Jerusalemer Menschenrechtsanwalt Yossi Wolfson, dem US-amerikanischen Journalisten und Autor Will Potter und dem israelischen Historiker und Kritischem Theoretiker Moshe Zuckermann.
Weitere Infos gibt es auf dem Flyer, der unter folgender Adresse abgerufen oder verlinkt werden kann:

http://antispekiel.blogsport.de/images/flyer_new_roads_of_solidarity.pdf

Die Vorträge des Kongresses werden teils in deutscher, teils in englischer Sprache gehalten. Für Übersetzungen wird nach Möglichkeit gesorgt.
Das vollständige Programm, die Abstracts, Kurzbiografien der ReferentInnen sowie Informationen zum Ablauf, zur Anmeldung, Anfahrt, zu Unterkünften und Catering werden in den kommenden Monaten auf der dazugehörigen Internetseite nachzulesen sein:

http://www.antirepkongresshh2010.tk/

KIT: Verdeutlichung unserer Standpunkte

KIT: Verdeutlichung unserer Standpunkte (25. Mai 2010)

Wie bereits erwähnt hatten auch wir im Vorfeld der Tierbefreiungstage gewisse Bedenken gegenüber der TAN, die jedoch durch ausführliche Gespräche für uns beseitigt werden konnten. Im Nachhinein betrachtet war uns zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht in dem Umfang bewusst, dass es über unsere Gruppe hinaus, für einen Großteil der in die Szene involvierten Gruppen und Einzelpersonen, nicht einsehbar sein würde, dass die gegen TAN erhobenen Vorwürfe haltlos sind. So sind wir davon ausgegangen, dass es für uns im Zweifelsfall im Einzelgespräch möglich sein würde, zu begründen, weshalb wir es tragbar – und ebenso wichtig – finden, die TAN einzuladen. Es war uns jedoch offensichtlich nicht möglich mit den Inhalten, die wir veröffentlichen konnten, unsere Position zu verdeutlichen.

Nachwievor respektieren wir die Beweggründe der TAN im Zuge des Verlaufs der Hamburger Debatte keine öffentliche Stellungnahme zu verfassen, sehen jedoch auch aufgrund des Verlaufs der hiesigen Diskussionen, dass dies im Gegenzug weiterhin verhindert, dass sich Gruppen und Einzelpersonen ein differenziertes Bild über die Hintergründe der Gruppe bilden könnnen. Aus dieser Perspektive wäre eine Klarstellung der TAN zu den ihnen gegenüber erhobenen Vorwürfen sicherlich wünschenswert.

Für uns bleibt es aber dabei dass wir weder als Mittelsmenschen für die Positionen und Hintergründe der TAN fungieren wollen noch können.

Zwar halten auch wir eine Nicht-Positionierung grundsätzlich für problematisch, jedoch im spezifischen Fall der Hamburger Debatte und wie sie aus Sicht der TAN verlaufen ist, für verständlich. Dabei geht es uns nicht darum, die Parteilichkeit für Betroffene in Frage zu stellen, welcher auch aus unserer Sicht große Bedeutung zukommt, sondern anzuerkennen, dass in Hamburg über dieses Anliegen hinaus, politische Differenzen auf öffentlicher Bühne ausgetragen wurden.

Das hypothetische Weiterrechnen davon, wer (ohne überhaupt in die Hamburger Vorfälle involviert zu sein) durch welches (Nicht-)Verhalten nun angeblich alles zum/zur Täterschützer_in wird, halten wir für sowohl gefährlich, als auch am konkreten Anliegen vorbei, die Situation für die Betroffene zu verbessern und zu entspannen.

Uns aufgrund einer Solidarisierung mit der TAN als Täterschützer_innen zu verurteilen, ist an den Haaren herbeigezogen. Diesen Vorwurf weisen wir vehement zurück. Eine Solidarisierung aufgrund der Ausladung des Hansa48-Kollektiv’s, hat nichts damit zu tun, welche Standpunkte wir bezüglich Menschen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, vertreten.
Wir können nur nochmal wiederholen, dass Definitionsmacht für uns ein grundlegendes und unverzichtbares Konzept ist, um gegenüber bürgerlicher Rechtsprechung Schutzräume für Betroffene zu schaffen und zu halten. Das jedoch “kein Platz für Thematisierung von Sexismus gegeben” wäre (aus dem Brief von mhg vom 19.05.2010), hätte die TAN in der Hansa48 referiert, ist haltlos. Im Gegenteil wurde dies seitens der TAN sogar mehrfach betont.

Wir sind uns der Sensibilität des Themas bewusst und es ist uns ein Anliegen, dass die Debatte hier in Kiel nicht ein weiteres Mal verläuft wie in Hamburg geschehen und damit einen Großteil der Szene untereinander aufspaltet.

Aufgrund der fehlenden öffentlichen Gegendarstellungen finden wir Verständnis für die Entscheidung der Hansa48, so sehr wie diese dennoch bedauern; und hoffen, mit diesem Schreiben nochmals unsere Positionen verdeutlicht zu haben.

Um allen Interessierten die Möglichkeit zu bieten sich zu informieren und die nötige Transparenz zu gewährleisten, werden alle Texte auf der Seite: tierbefreiungstage.blogsport.de veröffentlicht.

Kieler Initiative für Tierbefreiung {KIT} | 25. Mai 2010

Richtigstellung zum „offenen Brief“ von marlenehatesgermany an die KIT und Hansa48

In einem Schreiben der Kieler Gruppe marlenehatesgermany (mhg) vom 13. Mai 2010 wurden wir aufgefordert einen Vortrag der Tierrechts-Aktion-Nord (TAN) im Rahmen der von uns organisierten „Tierbefreiungstage” in der Hansastraße am kommenden Wochenende (22./23.Mai) zurückzuziehen und uns zu den Vorwürfen gegen die TAN zu äußern. Die selbe Forderung wurde auch an das Hansa48-Kollektiv gestellt.

Gegen die TAN wurden in den vergangenen Jahren mehrfach Vorwürfe unterschiedlicher Art erhoben mit denen auch wir uns im Vorfeld der „Tierbefreiungstage“ intensiv auseinandergesetzt haben. Nicht trotz sondern wegen dieser Auseinandersetzung sehen wir keinen Grund die TAN auszuladen, geschweige denn (wie von Antideutschen in HH gefordert) sie aus der Linken zu isolieren. Vielmehr bedarf es aus unserer Sicht einer Differenzierung und Richtigstellung der den Vorwürfen vorausliegenden Ereignisse, zu der wir allerdings nur bedingt beitragen können, da wir in diese nicht direkt involviert waren oder sind.
Intensive Gespräche und Briefwechsel mit AktivistInnen der TAN sowie eine Auseinandersetzung mit Einzelpersonen verschiedener Spektren der Hamburger Linken, zeigen uns jedoch ein deutlich abweichendes Bild auf die Vorwürfe, als sie von mhg formuliert wurden.

Da sich die TAN aus verschiedenen Gründen dazu entschieden hat, sich in der Vergewaltigungsdebatte in Hamburg zwischen 2007 und 2008 nicht öffentlich zu positionieren, sehen wir uns nicht befähigt die einzelnen Zusammenhänge und Hintegründe der Gruppe nun in einem offenen Brief weiterzugeben.
Nichtsdestotrotz stehen die Darstellungen von mhg im krassen Widerpsruch zu den uns geschilderten Ereignissen und verdrehen so konkrete Fakten, wie bspw. die Tatsache, dass die von mhg angesprochene Rede 2007 in der Roten Flora, weder von einer Person aus der TAN gehalten wurde, noch in irgendeiner Weise von dieser (oder anderen Gruppen / Einzelpersonen) geschützt wurde. Wir selbst hatten zu dem Zeitpunkt als Teile eines anderen Zusammenhangs Einblicke in die Orga-Struktur der besagten Veranstaltung und können dies belegen.
Aus dem lediglichen `Nicht-Positionieren´ in einer Debatte solchen Ausmaßes wie der Hamburger, an Hand derer offensichtlich auch politische Graben- und Machtkämpfe ausgetragen wurden, ist aus unserer Sicht nicht der Vorwurf des Täterschutzes zu konstruieren, wie es mhg in ihrem Brief schreiben. Bei weitem ist die TAN dabei nicht die einzige politische Gruppe in Hamburg, die sich an der Debatte nicht beteilligte, wird aber dafür umso stärker attackiert. So kam es im Zuge dessen ebenfalls zu Einschüchterungen, Bedrohungen und sexistischen Beleidigungen (u.a. anonymen nächtlichen Anrufen) gegen einzelne TAN-Aktivistinnen. Dies trug zusätzlich dazu bei, dass die TAN jegliches Interesse an Kooperation und öffentlicher Stellungnahme verlor.
Über das Geschriebene hinaus können und werden wir die Rolle der TAN nicht in Details in einem öffentlichen Brief weiter vermitteln. Mehrfach hat die Gruppe jedoch betont, für seriöse Rückfragen in direkten und persönlichen Gesprächen offen zu sein. Denjenigen denen es mit einer unvoreingenommenen Auseinandersetzung ernst ist, sei dieser Weg von uns ans Herz gelegt.

Who hates what?!

Das mhg nun genau eine Woche (es wurde bereits seit Monaten mobilisiert) vor den “Tierbefreiungstagen” einen mehr als schlecht recherchierten Brief in derart größenwahnsinniger Manier verbreitet (den Großteil linker Mailverteiler in S-H damit eindeckt, inkl. eine Mail von der Adresse der autonomen Antifa Koordination Kiel verschickt – die diese aber wieder zurückrief – sowie ihr Schreiben flächendeckend öffentlich auslegt) und damit auch beim Veranstaltungsort Hansa48 für großen Aufruhr sorgt, empfinden wir, noch gelinde ausgedrückt, als Sabotage unseres Projektes – was uns allerdings weder verwundert noch bestürzt. Ernstzunehmender ist dabei dass es sich hierbei mal wieder um eine Instrumentalisierung einer Vergewaltigungsdebatte zur Stärkung der eigenen Position handelt, geht es der Gruppe mhg doch mindestens genauso um die Kritik am Vortrag “Well Adjusted People” der TAN, sowie um die angebliche Rolle der TAN im Konflikt um die Verhinderung des Lanzmann Films „Warum Israel?“ letzten Winter im hamburger B-Movie.

Nicht zuletzt ist die TAN neben ihrer Tierbefreiungsarbeit schließlich auch dafür bekannt, bellizistischen und neokonservativen Positionen innerhalb der deutschen Linken vehement entgegenzutreten sowie in direkter Zusammenarbeit mit der israelischen Linken zu stehen.
In Bezug auf die Vorfälle um den Lanzmann Film stützt sich mhg dabei ebenfalls auf eine mehr als fragwürdige Sachlage, welche zumindest komplexer darzustellen wäre als in ihrem Brief geschehen.

So entwickelte sich die körperliche Auseinandersetzung nach Darstellung anderer Beteilligter erst aus der Provokation seitens der VeranstalterInnen heraus, als beispielsweise ein siebzigjähriger Migrant willkürlich als „Judenmörder“ beschimpft und bespuckt wurde, was dieser dann mit einer Backpfeife beantwortete. Ganz zu schweigen von der Ausgangslage als solcher, dass eine offensiv antideutsche Gruppe (Kritikmaximierung) in einem durch migrantische und internationalistische Linke geprägten Raum eine pro-israelische Veranstaltung durchzuführen versuchte.
Dass „Judenschweine“ oder „Schwuchtel“ gerufen wurde, ist dabei nach wie vor eine Behauptung der Antideutschen. Fest steht eine solche Aussage aus objektiver Perspektive in keinem Fall.
Darüber hinaus hat es nach unseren Informationen ebenfalls die von mhg in ihrem Brief erwähnte „Morddrohung“ nie gegeben. Offensichtlich wurden und werden besonders in Hamburg, beinahe willkürlich und je nach Sachlage, beliebige Personen zur TAN gezählt, die es de facto jedoch weder sind noch waren.

Zum Abschluss sei gesagt, dass es uns durchaus überrascht das mhg sich im Fall der Hamburger Debatte auf der einen Seite so sehr um Anerkennung und Durchsetzung von Definitionsmacht bemüht, während es der Gruppe auf der anderen Seite wiederrum kein Dorn im Auge zu sein scheint, gemeinsam mit Gruppen und Einzelpersonen Bündnisse einzugehen, welche sich öffentlich gegen Definitionsmacht ausgesprochen haben (wie bspw. an der Beteilligung und Unterstützung von mhg an der Demo „Antisemitische Schläger unmöglich machen – auch linke!“ deutlich wird, an der sich u.a. auch die Gruppe „Les Madelleines“1 beteilligte).

Für uns stellt Definitionsmacht ganz klar eine notwendige Grundlage im Kontrast zur bürgerlichen Rechtsprechung dar. Wir betonen aber nochmals ausdrücklich, dass wir in der Einladung der TAN auf die „Tierbefreiungstage” keinen Widerspruch sehen.

Wir bedauern zutiefst die Entscheidung des Hansa48-Kollektives die TAN auszuladen und haben uns in der Konsequenz nun dazu entschieden die „Tierbefreiungstage” abzusagen, da es für uns keine Option ist, eine Veranstaltung über Perspektiven von Tierrechts- & Tierbefreiungsarbeit von Gruppen diktieren zu lassen, die eben diese bewusst diskreditieren wollen.
Ein auf Lügen und Fehlinformationen basierender Brief, der nicht ansatzweise darauf ausgelegt ist in eine ehrliche, inhaltliche Auseinadersetzung mit uns zu treten, sondern politischen Druck von außen aufzubauen versucht, stellt für uns keine Grundlage für einen Dialog mit mhg da. Daher ist dieser Brief als Richtigstellung gegenüber Dritten zu verstehen, nicht als Rechtfertigung gegenüber der Gruppe selbst.
Für uns ist die Absage der „Tierbefreiungstage” ein notwendiges Zeichen der Solidarität mit der TAN, welche ebenfalls von einem Großteil der weiteren ReferentInnen mitgetragen wird, die im Zuge des “offenen Briefs” von mhg bereits angekündigt hatten, ihren Vortrag für den Fall der Ausladung der TAN, ebenfalls zurückzuziehen.
In einem anderen Rahmen und zu einem anderem Zeitpunkt werden wir die „Tierbefreiungstage” in Kiel nachholen.

Think for yourself,

Kieler Initiative für Tierbefreiung {KIT} – 18. Mai 2010
(Kontakt → antispekiel@riseup.net) // antispekiel.blogsport.de)

Vorstellung der Aktionsgemeinschaft „Befreite Tiere“

Antispecafé am Mo, den 07.06. ab 20Uhr im li(e)ber anders, Iltisstr 34, Kiel-Gaarden

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Die Aktionsgemeinschaft „Befreite Tiere“ führt seit 2002 offene Tierbefreiungen in Massentierhaltungen durch. In dem ca. 30 Minuten dauernden Vortrag erläutern zwei Aktivisten der bundesweit organisierten Gruppe, was unter „offenen Befreiungen“ zu verstehen ist. Zunächst werden die Beweggründe dargestellt – auch in Abgrenzung zu Aktionen der „Animal Liberation Front“ (ALF). Weiterhin berichten die Aktivisten darüber, welche Tiere befreit werden, welche Auswahlkriterien dabei eine Rolle spielen, wer die Abnehmer sind, und wie eine Tierbefreiung ganz konkret abläuft. Dies wird anschließend in einem Film von ca. 15 Minuten Dauer zusammengefasst dargestellt. Für Fragen und Diskussionen stehen die Referenten sowohl während des Vortrags als auch im Anschluss an den Film gerne zur Verfügung!

Weitere Infos unter www.befreite-tiere.net

KUNDGEBUNG

MORGEN: 12Uhr

Kundgebung gegen den Pelzverkauf bei Witte (Holstenstr 108)

ALLE KOMMEN!

Tierbefreiungstage in Kiel

Nach ca. 35 jährigem Bestehen hat sich die Tierbefreiungsbewegung zumindest partiell als ernstzunehmende gesellschaftliche Kraft etabliert,
dabei sind den Meisten ihre Inhalte, Strategien und Ziele weitgehend unbekannt. Zum anderen werden auch intern hitzige Debatten über die Ausrichtung der Arbeit geführt.
Um die vielen verschiedenen Aspekte der jungen Bewegung zu beleuchten, laden wir, die Kieler Initiative für Tierbefreiung (kurz: KIT), alle interessierten, langjährige AktivistInnen und auch NeueinsteigerInnen zu den Tierbefreiungstagen im Zeitraum 22.-23.05 in die „Hansa48″ (Hansastraße 48, ein Wohnprojekt und Kulturzentrum in Kiel, ein. An diesem Wochenende soll ein vielfältiges Pogramm geboten werden, das einen sowohl informativen, als auch sozialen Charakter haben soll. Verschiedene Vorträge sollen eine Möglichkeit für Weiterbildung und Diskussion bieten.

Ein Konzert am 22.05 sowie ein Anlaufspunkt am 21.05 (letzterer im Li(e)ber Anders, Iltisstr.34) geben die Chance, einander kennenzulernenund sich zu vernetzen.

Veganes Essen sowie eine Schlafplatzbörse werden vom Orga-Team selbstverständlich bereitgestellt.

Weitere Infos gibts -hier-

Wir hoffen auf viele interessierte TeilnehmerInnen
-KIT-

Tierbefreiungs-Aktionstag UPDATE

Tierbefreiungs-Aktionstag in Kiel

Der Tierbefreiungs-Aktionstag rückt immer näher und die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren! Wir wollen auf diesem Weg noch einmal die letzten Informationen verbreiten und euch natürlich darum bitten, noch einmal ordentliche die Mobilisierungs-Trommel zu rühren!

Treffpunkt geändert

Aus organisatorischen Gründen musste der Treffpuntk auf den Hauptbahnhof verlegt werden. Dort werden ab 12 Uhr die Anfangskundgebungen abgehalten. Im Anschluss zieht die Demonstration vom Bahnhof in die Holstenstraße, wo sich an jedem Kundgebungsort eine Gruppe aus der Großdemo löst, um vor dem jeweiligen Geschäft zu bleiben. Zeitgleich wird an der Hafenstraße der Tierrechtsmarkt aufgebaut. Hier könnt ihr euch mit Informationen und Snacks eindecken. Wenn ihr nicht pünktlich nach Kiel kommen könnt, steuert am besten als erstes den Infopunkt an!

Kulturprogramm

Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass MC Albino sowie TrueNature und Mike xVx aus den USA den Aktionstag durch Live-Musik unterstützen werden! Auch Abends werden Mike und TrueNature noch einmal in der Meierei während der Soliparty spielen. Der Erlös des Essensverkauf und der Party werden natürlich in die Finanzierung des Aktionstages sowie in aktive Tierrechtsarbeit fliessen – unter anderem
zur Deckung von Antirepressionskosten.

Teilnahme

Natürlich ist eine *aktive* Teilnahme bei politischen Veranstaltungen immer notwendig, jedoch scheint es so, als würden bei Großdemonstrationen die meisten Teilnehmenden lediglich einmal durch die Stadt ziehen und danach wieder nach Hause gehen. Wir als Organisationsteam sind der Ansicht, dass das Potenzial, welches das Zusammenkommen so vieler AktivistInnen ermöglicht, durchaus besser entfaltet werden kann. Der Aktionstag ist ein Versuch und wir können selbst nur sehr schwer einschätzen, wie erfolgreich er wird. Bedingung für den Erfolg ist aber zweifellos, dass die Teilnehmenden sich aktiv einbringen und den Aktionstag mitgestalten. Unser Ziel ist es, einen Tag lang das Wegschauen und Ignorieren der Tierausbeutung unmöglich zu machen.

Wenn wir alle motiviert und engagiert in Kiel die Innenstadt in eine große Tierbefreiungs-Demonstration umgestalten, ist das Ziel, dass wir uns mit dem Aktionstag gesetzt haben, erreicht!

In diesem Sinne: Kommt nach Kiel und verschafft den Schreien der Tiere Gehör!

10.04.2010 – 12 Uhr – Kiel HBF

www.norddemo.tk

Zertretener Wurm

Moshe Zuckermann

Für Kevin, Sabine, Christof, Jan, Leo und all die anderen, die für eine wahrhaft menschliche Welt kämpfen

Zertretener Wurm

Die Bibelgeschichte von der Sintflut ist merkwürdig. Was für einen Gott hatte man sich da ausgedacht, der wenige Kapitel nach dem gloriosen Schöpfungsbericht sich bereits eines Anderen zu besinnen und fast die gesamte Menschheit auszurotten sich genötigt sah? Und wenn schon die Menschen ob ihrer Sündigkeit bestraft werden mußten – was hatten die Tiere verbrochen, die doch noch ganz das waren, als was man sie erschaffen hatte: reine Natur? Derartiges muß auch den Bibelschreibern in den Sinn gekommen sein. Denn während Noah und seine Sippe als einzige Gerechte exemplarisch für das gesamte Menschengeschlecht erhalten blieben, wurden die Tiere, keiner Moral, mithin keiner Sünde fähig, immerhin als paarweise Exemplare aller Arten und Gattungen gerettet. Im berühmten Sintflut-Bild von Gustave Doré ist die Unschuldshierarchie kurz vor der Katastrophe gleichsam symbolisch festgehalten: An einem von der Flut umspülten Felsgipfel strecken sich in letzter Anstrengung Gestalten von ertrinkenden Eltern, die ihre Kinder vor dem Unglück zu retten, sie auf das aus dem Wasser herausragende Gestein zu hieven versuchen. Die todgeweihten Kinder bevölkern den Gipfel – und neben ihnen, alle an Höhe überragend, eine Tigermutter mit ihren Jungen. Ein berückendes Bild: Im Angesicht der höchsten Gefahr, des nahenden Todes, scheinen Mensch und Tier, zusammengepfercht, einander nicht wahrnehmend, versöhnt. Die zivilisatorisch verursachte „Feindschaft“ – die Knechtung der Tiere durch den Menschen, ihre Verfolgung, Tötung und Verwertung – ist im Angesicht der biblisch sich anbahnenden Endlösung für den Moment erloschen: Die noch im Ertrinken sich nach ihren Kindern reckende Menschenmutter und das sein Junges im Maul tragende Muttertier sind gleichsam im nahenden Tod „vereint“. Oder? Nein, natürlich nicht. Die nach der Sintflut sich bildende Zivilisation wird nichts aus der gottverursachten Naturkatastrophe gelernt haben, sondern, sich Gottes nach und nach entledigend, den Menschen selbst als Mördergott einsetzen und so lange fortschreiten, bis er die industrielle Menschen- und Tiervernichtung zur kultur-barbarischen Perfektion getrieben hat. Man solle da tunlichst Mensch und Tier auseinanderhalten? Wie? Wann hätte das selbstherrlich argumentierte Auseinanderhalten die Menschen je davon abgehalten, sich gegenseitig so abzuschlachten, „als wären sie Tiere“? Noch im blutigen Schlachtgetümmel der Revolution wußte Rosa Luxemburg, wahrhafte Versöhnung von Mensch und Natur, von Mensch und Tier visionierend, zu sagen: „Rücksichtsloseste revolutionäre Tatkraft und weitherzigste Menschlichkeit, dies allein ist der wahre Odem des Sozialismus. Eine Welt muß umgestürzt werden, aber jede Träne, die geflossen ist, obwohl sie abgewischt werden konnte, ist eine Anklage; und ein zu wichtigem Tun eilender Mensch, der aus roher Unachtsamkeit einen Wurm zertritt, begeht ein Verbrechen.“

VEGANER SOLI-BRUNCH

Am Sonntag den 07.03. findet im LieberAnders in Kiel ein Soli-Brunch für die angeklagten Aktivist_Innen nach §278a statt. JOIN AND SPREAD IT!

VEGANER SOLI-BRUNCH
Sonntag, 07.03. 12Uhr – Kiel – LieberAnders, Iltisstraße 43 (Gaarden) – Solibeitrag 5 Euro +-

10. Tierbefreiungs-Norddemo am 10.4. in Kiel

„…WEIL TIERAUSBEUTUNG ALLGEGENWÄRTIG IST“

Aufruf zu einem Tierbefreiungs-Aktionstag in Kiel am 10. April 2010.

Wir wollen an diesem Tag die glatte Fassade der allgegenwärtigen und alltäglichen Tierausbeutung niederreißen, um die gewalttätige Realität, die Tiere jeden Tag erleiden müssen, offenzulegen. Mit einem Tierrechtsmarkt, zahlreichen Kundgebungen, kreativen Protestaktionen, Straßentheater und einer gemeinsamen Demonstration wollen wir die althergebrachten Formen unseres Protestes erweitern und neue Möglichkeiten der Kommunikation eröffnen. Die Unsichtbarkeit der Tierausbeutung soll an diesem Tag – wenn auch nur temporär – durchbrochen werden; an diesem Tag wird die aktive Solidarität mit Tieren unüberseh- und unüberhörbar werden!

Dabei steht im Vordergrund, der ach-so-heilen-Welt des Konsums die bittere Realität des Leidens der Tiere entgegenzusetzen. Ob für die Produktion von Milch, Eiern, Fleisch, Fisch und Leder oder als lebendige Versuchsobjekte für die Lebensmittel-, Tabak- und Pharmaindustrie: Die Produktpalette dessen, was aus der “Ware Tier“ erbeutet wird, scheint schier endlos.
Dieses Missverhältnis scheint jedoch weniger im Mangel an Informationen begründet zu sein, als vielmehr in der reibungslosen Inszenierung und Ãsthetisierung einer durchrationalisierten Welt, in der die Grausamkeit des Schlachthofs dem Glitter der Einkaufsstraße weicht. Wird diese Grausamkeit für einen kurzen Moment jedoch bewusst gemacht, werden diese Impulse von Empathie und Solidarität wieder durch einstudierte Reaktionsweisen und eine schier allumfassende Gleichgültigkeit gegenüber dem Leiden erdrückt. Der Ausspruch „Es sind halt nur Tiere“ steht dabei stellvertretend für die Behandlung und Betrachtung von Tieren als Objekte, als bloße Natur, als unzivilisiertes Gegenstück zum Menschen.

Wir wollen daher mit diesem Aktionstag deutlich machen, dass das Ausmaß von Tierausbeutung weit über „Robbenschlachten“ und „Tiertransporte“ hinausgeht. Wir wollen nicht für die Befreiung einiger, sondern aller Tiere kämpfen und somit der Ideologie, Tiere seien für den Nutzen der Menschen da, unsere Perspektive der Tierbefreiung entgegensetzen.

Anknüpfungspunkt für den Aktionstag sind die Demonstrationen „Leichen pflastern ihren Weg“, die bereits Mitte der 90er Jahre in der Tierrechtsbewegung organisiert wurden. Damals wie heute soll unser Protest allgegenwärtig sein. Damals wie heute wollen wir den Schreien der Tiere Gerhör verschaffen. Das Elend der Tiere wollen wir dort konkret sichtund hörbar machen, wo Profit auf Kosten der Tiere erwirtschaftet wird: Kundgebungen sollen u.a. vor Blockhouse, Nordsee, dem pelzverkaufenden Modehaus `Witte´, einem Jagd- und Waffenladen, einem Ledergeschäft und einer Konditorei auf Tierausbeutung aufmerksam machen. Auf dem zentralen Tierrechtsmarkt sollen Info-, Essens- und Verkaufsstände Alternativen zur Tierausbeutung bereitstellen.

Weitere Informationen, die Geschichte und Idee der Aktionsform sowie der genaue Ablauf des Aktionstags findet Ihr auf www.norddemo.tk

Für eine Gesellschaft ohne Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung!

Aktionstag
# …weil Tierausbeutung allgegenwärtig ist. #

10.April – Kiel – Bahnhofsvorplatz – 12Uhr